Das Stefan-Andres-Gymnasium in Schweich

bietet eine schulartübergreifende Orientierungsstufe von Gymnasium und Realschule plus, pädagogisch und organisatorisch vom Gymnasium geführt. So lernen die Kinder gemeinsam wie schon in der Grundschule. Wir bilden dabei Neigungsgruppen, so dass gleichgesinnte und ähnlich talentierte Kinder in gemeinsamen Lerngruppen über einen längeren Zeitraum beobachtet und die Eltern entsprechend länger über deren Bildungsweg ohne Schulwechsel beraten werden können. Den Lernbedürfnissen aller Kinder wird durch eine entsprechende Vorbereitung des Unterrichts, durch Förderung und Forderung auf vielfältige Weise entsprochen. Kein anderes Schulsystem bietet so viele Möglichkeiten zu Reagieren und Bildungschancen entsprechend des Lernverhaltens der Kinder.

Wir danken der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier für die Genehmigungen und die Gründung zum 01.08.2009, der Verbandsgemeinde Schweich, der Stadt Schweich und dem Schulträger, der Kreisverwaltung Trier-Saarburg, für ihr finanzielles Engagement, hier ein umfassendes Bildungsangebot geschaffen zu haben und möglich zu machen, das der Bevölkerung in Schweich und Umgebung die Transferzeiten erheblich verkürzt und so den Kindern Zeit gegeben wird für das Lernen im familiären und sozialen Umfeld oder auch zur Pflege ihrer eigenen Neigungen und Interessen.
Seit August 2012 gibt es das neue Aula- und Mensagebäude, das für 500 Personen Bühnentechnik in moderner Architektur bereithält und außer für Veranstaltungen des Schulzentrums auch den Bürgern in Schweich zur Verfügung steht. Ebenso wurden Erweiterungsbauten für weitere Klassen-, Kurs- und Fachräume errichtet, um den Kindern zeitgemäßen und medienorientierten Unterricht zu ermöglichen.

Wir können den Kindern eine optimale individuelle Förderung in den grundlegenden allgemeinbildenden Fächern bieten. Darüber hinaus finden sie in unserem Angebot stets innovative Bildungsangebote. Beispielsweise aktualisieren wir die persönliche Methoden- und Medien-kompetenz der Kinder in den angebotenen Kursen zu Informationstechniken und Neuen Medien ab Klasse 5 alle zwei Jahre.

  

Leitlinien unserer Bildungs- und Erziehungsarbeit

  •         Die Schule sollte den Unterricht so gestalten und die Schüler so fördern, dass die Versetzung der Regelfall ist. Sie muss schwächeren und besonders begabten Schülern gerecht werden. Drohendem Leistungsversagen sollte sie unter frühzeitiger Einbeziehung der Eltern mit vorbeugenden Maßnahmen begegnen.
  •          Wir nehmen Jungen und Mädchen, in der jeweiligen Situation als ganzen Menschen ernst. Wir steigern das Selbstwertgefühl und erweitern das Bewusstsein für soziale Verantwortung. Wir fördern und fordern. Wir holen die Lernenden dort ab, wo sie momentan stehen.
  •          Bei den besonderen Anforderungen der heutigen Zeit begleiten und beraten wir. Wir helfen, Spannungen auszuhalten, Gefährdungen zu erkennen und in der modernen, offenen, sich rasch verändernden Welt Orientierung zu finden.
  •          Angesichts des gesellschaftlichen Pluralismus plädieren wir für eine klare Wertorientierung. Wir setzen uns besonders für Toleranz, Gerechtigkeit und die Prinzipien eines demokratischen Miteinanders ein.
  •          Wir halten die Grundtugenden wie Pünktlichkeit, Höflichkeit, Ordnung und Sauberkeit für wichtig, sofern sie zum Erreichen übergeordneter Ziele beitragen.

Wir wollen die Bedingungen für guten Unterricht gemeinsam entdecken und schaffen. Guter Unterricht orientiert sich an der Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler, fördert die Erkenntnis, vermittelt Erlebnisse, ist innovativ und auf Grund seiner didaktischen Konzeption motivierend. Guter Unterricht macht Spaß, wenn alle Beteiligten sich darauf einlassen. Die zielgenaue Ansprache der Lehrenden wird durch die Bildung von Neigungsgruppen ermöglicht.

Ausbildung methodischer Kompetenzen
Um unsere Schülerinnen und Schüler frühzeitig an ein ebenso selbständiges wie selbstverant­wortliches Lernverhalten heranzuführen, decken wir in den Klassen 5, 7, 9 und 11 mit speziellen Methodenkonzepten verschiedene Gegenstandsbereiche ab. Bezogen auf derzeit sieben thematische Schwerpunkte (Hausaufgaben, Klassenarbeitsvorbereitung, Gestaltung des schulischen und häuslichen Arbeitsplatzes, Mündliche Mitarbeit, Verarbeitung und Aufbereitung von Lernstoffen, Lernstrategien, Medienkompetenz) machen sich die Schülerinnen und Schü­ler zunächst ihr eigenes Lern- und Arbeitsverhalten in einem dieser Bereiche bewusst und leiten aus der weiteren Behandlung des Themas individuelle Optimierungsaspekte ab.

Maßnahmen bei Leistungsdefiziten
Mit Leistungsdefiziten gehen wir offen und konstruktiv um. Bleiben die Leistungen einer  Schülerin oder eines Schülers in einem Fach hinter den Mindestanforderungen zurück oder werden sie in ihrem Lernverhalten auffällig, geben wir den Eltern frühzeitig Rückmeldung und bieten beratende Gespräche an. Ist die Versetzung durch eine Minderleistung gefährdet, er­teilen die Fachlehrkräfte schriftlich eine individuelle Lern‑ und Förderempfehlung, die dem Halbjahreszeugnis beigegeben wird. Die Schülervertretung (SV) hat ein Nachhilfesystem eingerichtet, in dessen Rahmen SAG‑Schülerinnen und Schüler der Oberstufe fortlaufend und kostenfrei kompetente Nachhilfe in verschiedenen Fächern anbieten. Diese Nachhilfestunden lassen sich sehr flexibel auf die individuellen Lernbedürfnisse und auf die Zeitplanung von Schüler/innen mit Lern- und Leistungsdefiziten abstimmen.

Förderung durch Online-Diagnose in jedem schriftlichen Fach in jeder Stufe
Die Online-Diagnose wird inzwischen von den meisten Schulbuchverlagen als Erweiterung des Lernangebots mit den eingeführten Lehrwerken angeboten, deshalb setzt das SAG Schweich diese innovative Technik zur Lernstandskontrolle und individuellen Fördermöglichkeit in jeder Klassenstufe ein. Sie hilft dem Lehrer und den Schülerinnen und Schülern, Stärken zu erkennen und Defizite zu beheben. Das Instrument bietet eine Online-Lernstandsdiagnose und Auswertung auf Basis der aktuellen Bildungsstandards und unterstützt mit individuell zusammengestellten Fördermaterialien in Anlehnung an das jeweils eingesetzte Schulbuch. Im Fach Deutsch arbeiten wir mit dem „Lernserver“ der Universität Münster zusammen. Hierbei handelt es sich um eine kontinuierliche förderdiagnostische Begleitung von Kindern im Bereich der Rechtschreib-Förderung. Ausführliche Informationen finden Sie auf der Homepage des Lernserver-Angebots der Universität Münster: www.lernserver.de.

Förderangebote für Schulartwechsler
Schülerinnen und Schülern, die nach der Realschulpluszeit in die gymnasiale Oberstufe des Stefan-Andres‑Gymnasiums wechseln, bieten wir Angleichungskurse in den Fächern Deutsch, Englisch, Französisch und Mathematik an. Diese Kursangebote richten sich auch an Migranten sowie an Auslands‑ und Gastschüler und unterstützen deren Integration in die anfangs noch unge­wohnte Umgebung der neuen Schule.

Sport- und Erlebnispädagogik
Die Erlebnispädagogik will verschiedene pädagogische Ziele durch Erlebnisse in Natur und Gemeinschaft verwirklichen. Diese Erlebnisse, die sich so im Alltag nicht bieten, werden zumeist in naturnahen Settings vorbereitet und ermöglicht. Dabei geht die Erlebnispädagogik über einen reinen Eventcharakter hinaus: Sie verfolgt eine Erweiterung des Erfahrungshorizonts, deren Auswirkungen sich in den Alltag übertragen sollen. Daher werden die neuen Erfahrungen im Nachhinein reflektiert und aufbereitet. Erlebnispädagogische Konzepte sind so angelegt, dass sie zur Entwicklung und Stärkung der Persönlichkeit beitragen. Zu den Zielen der Erlebnispädagogik zählen weiterhin das Kennenlernen eigener Stärken und Grenzen sowie die Förderung von Selbstverantwortung und Teamfähigkeit. Die konkrete Umsetzung des erlebnispädagogischen Konzepts wird im Anhang ausgeführt.
Die Aufgabe schulischer Bildung ist es, die Schülerinnen und Schüler zur Bewältigung von Lebenssituationen im Spannungsfeld von Selbstbestimmung und sozialer Verantwortung zu befähigen. In diesem Zusammenhang kommt dem Fach Sport, neben der Weiterentwicklung der sportlichen Handlungskompetenz der Schülerinnen und Schüler, auch die Aufgabe zu, das soziale Lernen zu fördern. Das Fach Sport leistet damit einen nicht austauschbaren und unverzichtbaren Beitrag zur Bildung.

Bei der Auswahl der Inhalte berücksichtigen wir die traditionellen Schulsportarten, da sie als bildungsrelevantes Kulturgut für den Sportunterricht unverzichtbar sind. Darüber hinaus ist es unser Anliegen, andere Formen des Sports bzw. andere Sportarten einzubeziehen. So gelingt es etwa durch Freizeitsportarten, die in der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen immer mehr Gewichtung finden, den Schülerinnen und Schülern eine moderne Bewegungskultur zu vermitteln. Dies wird durch die hervorragenden Sportanlagen in unmittelbarer Nähe des SAG (Beachvolleyballfeld, Sportplätze, Schwimmbad…) und die Nähe zur Mosel (Wassersportmöglichkeiten) sicher gestellt.
Darüber hinaus soll die Kooperation mit Vereinen sowie die Teilnahme an außerschulischen sportlichen Veranstaltungen eine Brücke zwischen Schule und Alltagswelt der Schüler bauen.
Der Sportunterricht wird durch sportliche Schwerpunkte bei Wandertagen, Exkursionen und Klassenfahrten ergänzt, die einen weiteren Beitrag zum Sporttreiben über die Schulzeit hinaus leisten können.

Europa entdecken und erfahren
Der Europagedanke – zukunftsorientierte Ausbildung einer europäischen Identität

Wir wecken und fördern das Interesse unserer Schülerinnen und Schüler an der Vielfältigkeit und Verschiedenheit Europas. Im Prozess der europäischen Integration machen wir Europa erlebbar. Wir vermitteln Kenntnisse über die Unterschiede der verschiedenen Werte und Kulturen, indem wir die dafür benötigten Kernkompetenzen schulen und sie im täglichen Unterricht aktiv anwenden lassen.
Der Schwerpunkt in Klasse 5 liegt auf der Ausbildung der Sprach-, Lern- und Sozialkompetenzen im Hinblick auf das internationale Umfeld. In fächerübergreifender Zusammenarbeit wird ein Prozess in Gang gesetzt, der den Toleranzgedanken auf den Weg bringt. Die Schülerinnen und Schüler erfahren ihrem Alter entsprechend Impulse mit dem Ziel, auf kommunikativer und kultureller Ebene den Gemeinsamkeiten und Unterschieden der europäischen Mitmenschen zu begegnen.
Im Verlauf der Mittelstufe werden diese Kompetenzen weiter vertieft. Zusätzlich treten weitere Aspekte hinzu, die dem angestrebten Ziel der europäischen Identität Rechnung tragen. Die Ausbildung der Medienkompetenz dient der sinnvollen Kommunikation, ohne die kritische Auseinandersetzung mit den Medien zu vernachlässigen. Im Bereich der Naturwissenschaften trägt die Entwicklung eines ökologischen Bewusstseins dazu bei, Entwicklungen europäischer Länder zu verstehen und den Wunsch nach positiver Mitgestaltung der europäischen Zukunft hervorzurufen.
Die Grundlage eines europäischen Verständnisses basiert auf fundierten Kenntnissen der historischen und geografischen Entwicklung des Kontinents. Projektorientierte Austauschprogramme und Studienfahrten unterstützen die Erweiterung des Blickwinkels unserer Schülerinnen und Schüler hinsichtlich des Abbaus von Vorurteilen und Ressentiments. Hierbei werden die Lernenden durch regelmäßige gegenseitige Schulbesuche in grenznahen Schulen in Luxemburg und Frankreich sowie Auslandspraktika im Rahmen der Berufsorientierung unterstützt. Das Repräsentieren des Heimatlandes macht die Kinder zu Botschaftern und ist somit ein weiterer Baustein bei der Erweiterung der sozialen Kompetenz auch auf europäischer Ebene. Integration umfassend verstanden kann nur erreicht werden durch eine kontinuierliche Erziehung zur Toleranz. Gerade vor dem Hintergrund des sich entwickelnden offenen europäischen Arbeitsmarktes bietet diese Befähigung zur gedanklichen und räumlichen Mobilität Handlungsperspektiven bei der individuellen Gestaltung der persönlichen Zukunft innerhalb Europas.

Die Oberstufe entwickelt die in der Mittelstufe erworbenen Kompetenzen kontinuierlich weiter und ergänzt diese durch Einblicke in das Zusammenwirken europäischer Institutionen politischer und wirtschaftlicher Art. Die Reflexion historischer Zusammenhänge und Entwicklungen innerhalb Europas leistet einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des europäischen Gedankens in der Schulbildung. Während der gesamten Schulzeit fördern wir eine europäische und globale Einstellung in allen Bereichen. Toleranz, Zusammenarbeit, Kommunikationsbereitschaft und Interesse in der Schulgemeinschaft und weit darüber hinaus werden gefördert. Wir bereiten die Schüler so auf die nächste Stufe des Bildungsprozesses vor.

 

Stefan-Andres-Gymnasium Schweich | verwaltung@sag-schweich.de in Trägerschaft des Landkreises Trier-Saarburg